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Medizinisches Versorgungszemtrum Dres. Raulin und Kollegen

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Foto Häufige Fragen

FAQs zur Hautalterung

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Was sind aktinische Keratosen? Was kann man dagegen tun?

Bei aktinischen Keratosen handelt es sich um chronische Licht- bzw. Sonnenschäden, die sich im Laufe Ihres Lebens in der Haut angesammelt haben. Hierbei spielen die persönliche Veranlagung, Vererbung, Sonnenbelastung und Sonnenbrände in  der Kindheit und im späteren Erwachsenenalter eine wesentliche Rolle. Schäden, die vor Jahren entstanden sind, kommen erst  mit langer Verzögerung zum Vorschein und zeigen sich erst viel später  auf der Hautoberfläche obwohl man sich der Sonne aktuell oftmals gar nicht mehr so sehr aussetzt bzw. sich in späteren Jahren aktiv davor schützt. Im Wesentlichen befinden sich diese Hautveränderungen an den so genannten Sonnenterrassen des Gesichts (Glatze, Stirn, Nase, oberer Ohrenbereich, Unterlippe), aber auch an den Handrücken oder Unterarmen. Sie erkennen diese Sonnenschäden daran, dass sich die Haut rauh und schuppig oder krustig anfühlt.

Werden die aktinische Keratosen rechtzeitig dermatologisch behandelt (z.B. Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff,  Photodynamische Therapie (PDT)),  LHA-Peelings, Picato-Anwendungen oder Efudix-Therapie,  kann eine Umwandlung in weißen Hautkrebs (Basaliome, Spinaliome) meist verhindert werden. In der Regel sind hierfür mehrere Behandlungen nötig. Gegebenenfalls empfehlen oder rezeptieren wir unterstützend auch Vitamin-A-Säure haltige Salben, Aldara oder Solaraze.

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Was ist ein LHA-Peeling und wo setzen Sie es ein?

Das von uns verwendete Dermasence-LHA-Peel ist eine Peeling-Behandlung mit LHA (Lipo-Hydroxy-Säure) in einer Konzentration von bis zu 20%. Bei LHA handelt es sich um eine veredelte Salicylsäure. Diese ist eine natürliche Substanz, die in verschiedenen Pflanzen (z.B. Weidenrinde) vorkommt. Dieses Peeling hilft, die Zellerneuerung und Zellregeration zu stimulieren. Dieses Verfahren verbindet Wirksamkeit und mit der erforderlichen Sicherheit. Das Peeling schenkt Ihrer Haut insgesamt eine frischere Ausstrahlung, mildert diskrete sonnenbedingte Fältchen und leichte Pigmentflecken und hilft, ein unregelmäßiges Hautbild zu verfeinern. Darüber hinaus wird durch das LHA-Peeling eine Rückbildung/Besserung von aktinischen Präkanzerosen (Hautkrebsvorstufen) angestrebt. Im Vergleich zum Fruchtsäurepeeling ist das LHA-Peeling etwas wirkungsvoller aber auch ein kleinwenig eingreifender als das alleinige Fruchtsäurepeeling. Wir kombinieren in der Regel das LHA-Peel mit dem Fruchtsäure-Peel.

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    Was ist die "Photodynamische Therapie" (PDT)?

    Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) handelt es sich um ein Verfahren zur gezielten Behandlung von Hautkrankheiten, insbesondere von "weißem" Hautkrebs und Hautkrebsvorstufen. Diese Methode beruht darauf, dass sich bestimmte lichtempfindliche chemische Substanzen ("Photosensibilisatoren") in entzündlich verändertem Gewebe und bösartigen Tumoren besonders intensiv anreichern. Dadurch wird eine selektive Erkennung, Behandlung und Zerstörung krankhaft veränderter Hautstrukturen ermöglicht. Zunehmend wird die PDT aber auch z.B.  bei  schwerer Akne und sonnenbedingten Falten eingesetzt.

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    Bei welchen Hautkrankheiten kann die "Photodynamische Therapie" (PDT) eingesetzt werden?

    Sie eignet sich insbesondere zur Behandlung von Hautkrebsvorstufen, den aktinischen Keratosen oder Präkanzerosen und oberflächlichen Basaliomen, Morbus Bowen und Frühformen des Spinalioms. Bei der Behandlung von Hautkrebs und anderen Hauterkrankungen hat sich die PDT seit fast 20 Jahren als hocheffektiv erwiesen. Bei Tumoren z.B. des Mundes oder Halses wird die PDT routinemäßig sogar noch länger eingesetzt. Erfolge werden auch in der Therapie von Warzen berichtet. Möglicherweise werden wir in Zukunft damit noch viele andere Krankheitsbilder behandeln können (z.B. Falten, Psoriasis, Akne, chronischen Juckreiz, Sarkoidose, Granuloma anulare, Lichen simplex, Lichen sclerosus, T-Zell-Lymphome, Talgdrüsenhyperplasien u.a.).

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    Wie funktioniert die "Photodynamische Therapie" (PDT)?

    Der Wirkstoff 5-alpha-Aminolävulinsäure (ALA) wird von uns in der Praxis  als Creme  auf die betroffenen Hautareale aufgetragen. ALA dient als "Photosensibilisator". Aus ALA bilden sich in den erkrankten Zellen Porphyrine. Diese sind photoaktiv und erzeugen durch die PDT hochwirksamen Sauerstoff. Das Hautareal wird entweder mit einer speziellen PDT-Infrarot-Lampe, durch den Farbstofflaser oder durch natürliche Sonnenstrahlen belichtet. Dieses Licht "sucht" sich die kranken, mit der angereicherten Aminolävulinsäure Zellen und zerstört sie, indem Photosensibilisator, Licht und Sauerstoff in den erkrankten Zellen miteinander reagieren. Diese Reaktion nennt man dann "photodynamische Reaktion". Um eventuell verbliebene Zellen zu beseitigen, wird die Behandlung ggf. wiederholt. Nach der PDT-Belichtung sollte während des gesamten Tages und der darauffolgenden  zwei Tage auf einen intensiven Sonnenschutz geachtet werden.

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    Handelt es sich bei der "Photodynamische Therapie" (PDT) um gefährliche Strahlen?

    Sowohl das langwellige Rot-Licht des PDT-Gerätes bzw. des Farbstofflasers als auch die aktivierende ALA-Creme sind völlig ungefährlich. Es handelt sich dabei um „reines“ Licht, also nicht um Röntgen- oder UV-Strahlung. Erst die Kombination von Licht und ALA-Creme führt zu den gewünschten biologischen Reaktionen der Haut. Durch die ALA-Creme wird allerdings die Haut an den eingecremten Stellen für die Dauer von bis zu 72 Stunden stark lichtempfindlich, was ja auch erwünscht ist. Deshalb ist während dieses Zeitraums im Anschluss an die PDT an den behandelten Stellen ein intensiver Sonnenschutz zwingend erforderlich.

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    Was ist der Unterschied zwischen geschlossener "Photodynamische Therapie" (PDT) und offener Tageslicht-PDT?

    Bei der geschlossenen PDT wird das  mit ALA eingecremte Hautgebiet durch einen Verband vor der natürlichen Sonnenstrahlung geschützt. Nach 2-4 stündiger Einwirkzeit werden der Verband und die Creme entfernt. Der Wirkstoff hat sich in dieser Zeit in den kranken Zellen angereichert, während die gesunden Zellen ihn kaum aufnehmen. Das betroffene Areal wird dann 5 - 10 Minuten mit einer speziellen PDT-Rotlicht-Lampe oder einige Sekunden durch den Farbstofflaser belichtet.

    Voraussetzung  für die Tageslicht-PDT ist, dass es sich an dem Behandlungstag um einen sonnigen Tag handelt.  Bei der Tageslicht-PDT tragen wir  in der Praxis die ALA-Creme auf die betroffenen Hautareale auf und Sie nutzen etwa 2 Stunden danach das natürliche Sonnenlicht.  Um die UV-Strahlen aus dem Sonnenstrahlen herauszufiltern, geben wir Ihnen eine für die PDT geeignete  Sonnencreme mit. Die Sonnenbelichtungsdauer sollte, je nach Sonnenstand und Jahreszeit, 1-3 Stunden betragen. Wir beraten Sie selbstverständlich, welchen Zeitrahmen Sie für die Sonnenexposition einplanen sollten. Am Abend wird die ALA-Creme einfach mit Leitungswasser abgewaschen.  Die ALA-Creme  ist jedoch weiterhin in der Haut aktiv, sodass die beiden darauffolgenden Tage nochmals zur gezielten Sonnenbelichtung genutzt werden können. Deshalb ist es sinnvoll, dass Sie sich am Tag nach dem Auftragen der ALA-Creme  nochmals bei uns zur weiteren Besprechung der Vorgehensweise vorstellen.

    Eine wissenschaftliche Publikation zur offenen Tageslicht-PDT von Frau Prof. Dr. Haedersdal aus dem British Journal of  Dermatology können Sie gern bei uns, stellvertretend für andere aussagekräftige wissenschaftliche Veröffentlichungen, anfordern.

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    Welche Begleitreaktionen sind bei der "Photodynamische Therapie" (PDT) möglich?

    Die Haut wird bei der geschlossenen PDT heiß werden und auch schmerzen. Dies ist unangenehm, aber vollkommen ungefährlich. Schmerzmittel oder eine örtliche Betäubung sind in der Regel  nicht erforderlich. Gegebenenfalls können wir  bei der geschlossenen PDT-Anwendung zusätzlich mit einer Kaltluftkühlung die Schmerzhaftigkeit reduzieren. Die Haut wird 1-2 Tage nach der PDT anschwellen (Ödeme) und mit Rötungen, Krusten oder ausnahmsweise sogar mit sterilen Pusteln reagieren. All dies sind Zeichen des erfolgreichen Bekämpfens der erkrankten Zellen. Insbesondere am Tag der Belichtung, aber auch noch in geringerer Ausprägung am Tag nach der Therapie, ist die Haut lichtempfindlicher als sonst. Nach der PDT werden die kranken Zellen schuppend oder als Krusten abgestoßen. Für die Dauer einer Woche oder sogar darüber hinaus wird sich Ihre Haut trocken anfühlen und es sollte wiederholt eine für Sie  angenehme Fettsalbe  z.B. Bepanthen®-Wundsalbe aufgetragen werden. Spätestens nach 2-3 Wochen ist die Haut wieder  abgeheilt und wesentlich glatter, lebendiger und schöner als zuvor. Während dieses Zeitraums sollte stets ein Sonnenblocker aufgetragen werden. Die Begleitreaktionen der offenen PDT sind mit einem Sonnenbrand vergleichbar. Sie können uns beim Auftreten von für Sie unerwarteten Nebenwirkungen immer kontaktieren und haben die Möglichkeit, uns stets zu erreichen.

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    Wie wirksam ist die "Photodynamische Therapie" (PDT)?

    In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen lag die Erfolgsquote bei aktinischen Keratosen (Vorstufen des weißen Hautkrebses) bei bis zu 98%. Die Ansprechrate bei oberflächlichen Basaliomen erreicht über 90%. Die Erfolge bei anderen Hautproblemen sind noch offen, da bisher nur in Fallbeschreibungen darüber berichtet wurde und noch keine größeren wissenschaftlichen Studien dazu existieren. Der wesentliche Vorteil gegenüber Operationen ist die weitest gehende Schonung der gesunden Haut und die meist narbenlose Abheilung.

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    Was kostet die "Photodynamische Therapie" (PDT)?

    Private Kassen übernehmen die Kosten der Behandlung ohne Probleme. Leider gilt dies bislang nicht für die gesetzlichen Krankenkassen. Die PDT kann daher nicht über die Krankenversicherungskarte der gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Wir bieten die Behandlung unseren gesetzlich versicherten Patienten als Selbstzahlerleistung (sogenannte IGeL-Leistung) an. Über die genauen Kosten werden wir Sie gerne informieren. Diese hängt im Wesentlichen von der Ausdehnung und Anzahl der zu behandelnden Flächen ab und ob die Behandlung in der geschlossenen Form oder der offenen Tageslicht-PDT erfolgt bzw. ob zusätzlich eine Vorbehandlung durch Laser erforderlich ist.