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Medizinisches Versorgungszemtrum Dres. Raulin und Kollegen

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FAQs zur Fettreduktion

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Was ist die "Fett-weg-Spritze“?

Die "Fett-weg-Spritze" ist ein Behandlungsverfahren gegen  leicht ausgeprägte störende Fettpölsterchen, z.B. unter dem Kinn, an Hängebäckchen oder im Bereich von wulstigen Hysterektomienarben. Dabei wird eine Phospholipidmischung, extrahiert aus Sojabohnen, in die Fettdepots gespritzt, die sich dadurch verkleinern. Der medizinisch-wissenschaftliche Ausdruck lautet "Injektionslipolyse" oder "Lipolyse". Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich der Begriff "Fett-weg-Spritze" etabliert.

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Wann ist die „Fett-weg-Spritze“ sinnvoll?

Auch viele normalgewichtige Menschen haben ihre  kleinen "Problemzonen", nämlich Körperstellen, an denen sich trotz regelmäßigen Sports und gesunder Ernährung unschöne Fettpölsterchen zeigen. Wo Ernährung und Sport nicht helfen, lassen sich ausgedehnte Fettansammlungen noch immer am besten durch die Fettabsaugung beseitigen. In diesem Fall sind wir Ihnen gern bei Empfehlungen von ausgewählten Experten behilflich.  Die „Fett-weg-Spritze“ dagegen ist geeignet für kleinere Fettdepots, wie zum Beispiel am Doppelkinn,  an den Hängebäckchen oder  z.B. im Bereich von wulstigen Hysterektomienarben. Bitte seien Sie sich im Klaren darüber, dass die „Fett-weg-Spritze“ kein Verfahren zur Gewichtsreduktion darstellt! Die Behandlung eignet sich also ausschließlich für normalgewichtige Menschen mit den o. g. umschriebenen Problemzonen.

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Wie funktioniert die „Fett-weg-Spritze“?

Lipolyse bedeutet "Fettauflösung" auf biochemischem Weg. Der Wirkstoff wird aus Sojabohnen gewonnen und enthält sog. Phospholipide (genauer: 93 % 3-sn-Phosphatidyl-Cholin) und andere Zusatzstoffe, die ebenfalls eine Bedeutung bei der Fettauflösung besitzen. Der Wirkmechanismus der Lipolyse wird derzeit intensiv wissenschaftlich untersucht. Es werden monatlich neue Erkenntnisse dazu publiziert. Wenn man diese Mischung direkt ins Fettgewebe injiziert, löst sich die Doppelmembran der Adipozyten ("Fettzellen") auf. Das Lecithin des Medikamentes bindet sich an Fettsäuren und transportiert sie aus der Fettzelle heraus. Es entstehen kleinste Fetttropfen. Die Lipasen in den Mitochondrien der Adipozyten spalten diese in Monoglyceride.  HDL-Cholesterin transportiert sie in die Leber, wo sie, wie normales Nahrungsfett, "verbrennen" bzw. im Zitronensäurezyklus verstoffwechselt werden. Dieser Wirkmechanismus läuft auch im normalen Organismus ab, da das Lecithin ein Fettsäure-Transporteur ist, der Fettsäuren bindet und in die Leber bringt. Es handelt sich also um eine Imitation und Verstärkung von natürlichen körpereigenen Vorgängen.

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Welche gesundheitlichen Risiken bestehen bei der Injektionslipolyse?

Wichtig ist, dass es sich bei Injektionslipolyse  bis zum heutigen Tag um einen sogenannten “off-label-use“  handelt. Das heißt, dass der Wirkstoff, der injiziert wird, nicht für diese  Indikation dezidiert zugelassen ist! Darüber werden Sie von uns im persönlichen Aufklärungsgespräch sehr eingehend informiert werden. Ernsthaftere Nebenwirkungen sind trotz millionenfacher Anwendung zur Lipolyse bisher nicht gemeldet worden. Da es in Folge der Behandlung zur Entzündung und zur Zerstörung von Fettzellen kommt, sind nachfolgende Begleitreaktionen möglich:

  • Nahezu immer treten Rötungen, Schwellungen (für einige Tage), leichte Schmerzen und Juckreiz auf.  In seltenen Fällen können diese Beschwerden auch  etwas länger anhalten.
  • Häufig sind Blutergüsse sichtbar.
  • Infektionen sind sehr selten, aber wie bei jedem operativen Eingriff nicht mit 100%iger Sicherheit ausgeschlossen.
  • Ein Sojageschmack wird gelegentlich für einige Tage nach der Injektion geschildert.
  • In seltenen Fällen können Unregelmäßigkeiten der Körperoberfläche auftreten.
  • Sehr selten kann es nach der Injektion vorübergehend zu einem Blutdruckabfall und daher zu Schwindel oder Kreislaufproblemen kommen.
  • Es kann weniger Fett aufgelöst werden, als Sie es sich erhofft haben.
  • Das Vorkommen von äußerst seltenen, bisher vielleicht unbekannten Nebenwirkungen kann prinzipiell nicht ausgeschlossen werden.