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Medizinisches Versorgungszemtrum Dres. Raulin und Kollegen

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FAQs Filler

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Was ist Hyaluronsäure und wie wirkt sie?

Die Hyaluronsäure hat sich mittlerweile als sicherstes und vielseitigstes Füllmaterial etabliert. Hyaluronsäure ist ein natürliches Polysaccharid (Mehrfach-Zucker), das im menschlichen Organismus und insbesondere der Haut in großen Mengen vorkommt. Die von uns verwendete Hyaluronsäure wird ausschließlich synthetisch und unter Sterilbedingungen im Labor hergestellt und nicht aus Tiereiweiß gewonnen. Hyaluronsäuren sind bereits seit vielen Jahren ein fester Bestandteil in der Faltenbehandlung und haben sich als sicher und effizient erwiesen. Neuere Hyaluronsäuren haben gegenüber den früheren Produkten deutlich verlängerte Haltbarkeiten von bis zu einem Jahr und länger. Die Abbauzeit von stabilisierender Hyaluronsäure ist von der behandelten Gesichtspartie, dem individuellen Hauttyp, der verwendeten Hyaluronsäure und der Injektionstechnik abhängig. Durch regelmäßige Auffrischungs- und Nachbehandlungen lässt sich das gewünschte Ergebnis aufrechterhalten und sogar optimieren.

In den letzten Jahren wurden verschiedene Formen von Hyaluronsäuren entwickelt, die sich vor allem durch ihren Vernetzungsgrad und die daraus resultierende „Dicke“ der einzelnen Partikel unterscheiden. Während ganz reine, unvernetzte Hyaluronsäure eher für feinste oberflächliche Fältchen oder flächenhaft zu einer generellen Hautverjüngung verwendet wird (z.B. Restylane vital® ) werden die höhergradig vernetzten Hyaluronsäuren (z.B. Restylane®, Perlane®) für tiefere Falten eingesetzt. Für unterschiedliche Faltenarten, -tiefen und -lokalisationen kann daher das individuell passende Präparat für Sie gewählt werden. Durch Verbesserung in der Herstellung und verschiedene Variationen bei der Vernetzung gibt es somit inzwischen für fast jede Falte bzw. Gewebedefekt die passende Hyaluronsäure.

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Was sind überhaupt Filler?

Es gibt zur Faltenbehandlung eine Reihe von Füllmaterialien, die in der Literatur unter den Begriffen „Filler“, „Augmentationsmaterialien“ oder auch „Implantate“ beschrieben werden. In den letzten Jahren sind ständig neue Materialien hinzu gekommen. Wichtig für Sie ist, dass die verwendeten Filler vom Körper gut vertragen werden.

Wir verwenden ausschließlich „biologische Filler“, d.h. Substanzen, die auch natürlich im Körper vorkommen. Da sich diese wieder selbstständig abbauen (resorbieren), bezeichnet man diese auch als „nicht-permanente Filler“. Die Zeit, die der Körper zur Auflösung benötigt, ist Material abhängig und beträgt zwischen einigen Monaten bis zu über einem Jahr. Ein günstiger Zusatzeffekt der Hyaluronsäurefiller ist, dass sie die natürliche Kollagenneubildung der Haut anregen. Von „Permanenten Fillern“ raten wir dagegen strikt ab.

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Verwenden Sie auch permanente Filler? Wären diese nicht eine dauerhafte und somit auch preisgünstige Lösung des Faltenproblems?

Permanente Filler sollen, wie der Name schon sagt, einen dauerhaften, eben permanenten Effekt, haben. Dieser beruht darauf, dass sie Stoffe enthalten, wie beispielsweise Acrylperlchen oder Polyarylgel, die der Körper nicht abbauen kann. Es wird also ein Fremdmaterial implantiert, das im Körper verbleibt! Auf den ersten Blick erscheint diese dauerhafte Wirkung natürlich sehr verlockend. Nicht unbedenklich sind jedoch entscheidende Nachteile. Zum einen treten relativ häufig Nebenwirkungen in Form von Allergien auf. Auch kommt es oft zu einer spontanen Verlagerung der flüssigen Implantate sowie zu furchtbaren Entzündungen. Da die Stoffe ja nicht abgebaut werden, können diese unerwünschten Effekte nur durch mühsames Herausoperieren der Substanz beendet werden, was leider in vielen Fällen nicht möglich ist. Zum anderen nimmt mit dem Alter auch allmählich das gesamte Unterhautfettgewebe ab. Das bedeutet, dass auch trotz guter Materialverträglichkeit, ein über Jahre anhaltender Effekt negative Folgen haben. So kann es sein, dass sich nach einigen Jahren das permanente Implantat als unnatürlich wirkender Strang oder Knoten (Granulome) über dem insgesamt zurückgewichenen Hautniveau abhebt.

Aus den geschilderten Gründen setzen wir grundsätzlich keine „permanente Filler“ ein.

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Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Hyaluronsäure als natürlicher Bestandteil der Haut ist in der Regel sehr gut verträglich und Nebenwirkungen, insbesondere allergische Reaktionen sind selten. Deshalb kann auch auf vorherige Verträglichkeitstestungen, im Gegensatz zu Kollageninjektionen, verzichtet werden. Nach Filler-Injektionen kann es zu örtlichen Reaktionen wie z. B. Schwellung, Rötung, Schmerz oder Juckreiz kommen, die bei jeder Injektion auftreten können. Normalerweise klingen diese Reaktionen nach wenigen Minuten bis einigen Tagen spontan wieder ab. Bei Behandlungen am Lippenrand können die Lippen bis zu einer Woche geschwollen sein und zunächst etwas ungleichmäßig aussehen. Auch kleine Blutergüsse können an den Einstichstellen auftreten. Daher nehmen Sie bitte 1 Woche vor der Behandlung keine Medikamente ein, die eine gerinnungshemmende Wirkung haben (z. B. Aspirin® oder Marcumar®).  

Sollten Sie zu Herpesbläschen an den Lippen neigen, informieren Sie uns bitte vorher. Eine Herpes simplex- Infektion kann durch die Injektion von Hyaluronsäure wieder aufblühen. Grundsätzlich sollte aus Sicherheitserwägungen nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit behandelt werden.

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Was machen Sie mit den sogenannten Nasolabialfalten?

Bei den durch die Mimik bedingten Nasolabialfalten injizieren wir als natürliche und abbaubare Füllmaterialien (Filler) Restylane® . Diese enthalten als Wirkstoff Hyaluronsäure. Der Effekt hält, je nach Betätigung der mimischen Muskulatur und Material, zwischen einem halbem bis anderthalb Jahre. Botulinum ist in diesem Areal leider nicht einsetzbar.

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Wie wird die Fillerbehandlung durchgeführt?

Um die Behandlung für Sie entspannter zu gestalten, empfehlen wir vor der Fillerinjektion eine anästhesierende Creme aufzutragen, die dann für die Dauer etwa einer Stunde einwirken sollte. Durch die Zusammensetzung des Hyaluronsäure-Gels ist ein Hauttest vor der eigentlichen Behandlung nicht mehr erforderlich. Die Hyaluronsäure wird mit einer sehr feinen Nadel direkt entlang der Faltenlinie unter die Hautoberfläche gespritzt, bis die gewünschte Korrektur erreicht ist. Im Anschluss daran sollte noch für einige Minuten gekühlt werden. Das Ergebnis der Behandlung ist sofort danach erkennbar. Nach der ersten Behandlung sind eventuell weitere Injektionen in mindestens einwöchigen Abständen erforderlich, um das gewünschte Korrekturniveau zu erreichen. Der Abbau der Hyaluronsäure verläuft ähnlich wie der Abbau des natürlichen Bindegewebes. Zum Erhalt einer Langzeitkorrektur empfiehlt es sich, die Behandlung nach etwa 6-12 Monaten zu wiederholen.