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Medizinisches Versorgungszemtrum Dres. Raulin und Kollegen

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Foto Häufige Fragen

FAQs zum Gütegeschalteten Nd:YAG-Laser

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Wie häufig müssen die Laserbehandlungen durchgeführt werden und wie lange dauert eine Sitzung?

Je mehr Farbe in einer Tätowierung enthalten ist, desto mehr Sitzungen sind für die Entfernung erforderlich. Profi-Tattoos müssen meist häufiger gelasert werden (10-20 mal oder sogar noch häufiger) als Amateur-Tattoos (5-8 mal). Kleine Tattoos können in wenigen Minuten behandelt werden, größere Tätowierungen (z.B. ganzer Arm) dauern bis zu einer Stunde.

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Was sind die Haupteinsatzgebiete des langgepulsten Nd:YAG-Lasers?

Neben den oben aufgeführten Indikationen wird der langgepulste Nd:YAG-Laser bei bestimmten Formen von Feuermalen, Lippenrandangiomen oder venösen Malformationen eingesetzt. Auch beim Granuloma pyogenicum wirkt er sehr gut.

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Welche Farben können entfernt werden?

Am besten lassen sich schwarze und rote Pigmente entfernen. Am Schlechtesten sprechen Purpur-, Gelbtöne und weiße Farbe an, schwierig sind auch Blau und z.T. Grün-/Türkistöne. Je nach Farbe können Farbreste in der Haut verbleiben, die nicht oder nur sehr schlecht auf eine Lasertherapie ansprechen. Bei großen, mehrfarbigen Profitattoos raten wir in der Regel von einer Laserbehandlung ab, da das Risiko, dass Restpigmente verbleiben, hierbei zu groß ist. Eine derzeit in Entwicklung befindliche Technik (Pikosekunden-Laser) könnte bessere Erfolge zeigen, kommt aber wahrscheinlich erst in einigen Jahren auf den Markt. Unser Ziel ist es stets, die Patienten ehrlich und aufrichtig zu beraten bzw. zu behandeln. Alles andere ist für beide Seiten unbefriedigend. Nur das kann das Ziel unseres ärztlichen Handelns sein.

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Was sind die Vor- bzw. Nachteile des langgepulsten Nd:Yag-Lasers gegenüber dem langgepulsten Alexandritlaser?

Der Vorteil des langgepulsten Nd:YAG-Lasers liegt eindeutig in der Unabhängigkeit von Hauttyp und Bräunungszustand. Mit diesem Lasertyp können auch dunkle Hauttypen (III und V) behandelt werden. Leider ist unserer Ansicht nach der Effekt dieses Lasers bei der Photoepilation nicht ganz so gut wie der durch den Alexandritlaser.

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Was ist nach der Behandlung zu beachten?

Vermeiden Sie für einen Zeitraum von ca. 2 Wochen nach der Behandlung intensive Sonnenbestrahlung oder Solarien. Weiterhin sollte die Haut im Tattoo-Bereich, je nach zu entfernender Farbe, möglichst wenig gebräunt sein.

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Warum ist es möglich, dass alle Hauttypen (Nordeuropäer bis Afroamerikaner) und auch gebräunte Patienten mit dem Nd:YAG-Laser im Gegensatz zu vielen anderen Lasertypen behandelt werden können?

Der Wirkmechanismus des langgepulsten Nd:YAG-Lasers beruht auf thermischen Tiefenwirkungen und ist somit unabhängiger vom Melanin (d.h. von Farbpigmenten der Haut).

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Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Behandlung ist sicher nicht ganz schmerzfrei. Die Patienten äußern, es sei ungefähr so, wie das Stechen einer Tätowierung. In aller Regel ist die Laserbehandlung allerdings gut auszuhalten. Gegebenenfalls können auch vorher leichte bis mittelstarke Schmerzmittel (keine Acetysalizylsäure!) eingenommen werden oder ca. 1 Stunde vorher eine schmerzlindernde Creme aufgetragen werden.

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Was kostet die Entfernung einer Tätowierung?

Diese Frage lässt sich pauschal leider nicht beantworten. Die Kosten hängen von der Größe, der Art der Tätowierung und den Farben ab. Um eine Angabe über den Preis zu machen, benötigen wir im Idealfall ein genaues und aussagekräftiges Foto oder besser eine persönliche Vorstellung bei uns. Sie können uns gern eine Fotodokumentation zur Kosteneinschätzung per E-Mail zusenden. In bestimmten Fällen lehnen wir eine Behandlung auch ab, wenn wir von deren Erfolg nicht überzeugt sind.

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Wie lassen sich Schmutzeinsprengungen / Schmutztätowierungen durch Laser entfernen?

Letztendlich sind Schmutzeinsprengungen und Schmutztätowierungen einer herkömmlichen Tatowierung gleich zusetzen, und die Entfernung funktioniert meist sehr gut mit dem gütegeschalteten Nd:YAG-Laser, Alexandritlaser oder dem Rubinlaser. Sturzverletzungen (z. B. vom Fahrrad) erfordern meist weniger Sitzungen als Pulvereinsprengungen. Dies liegt daran, dass hier zum einen weniger Schmutzpartikel zu entfernen sind, zum anderen die Fremdkörper wesentlich oberflächlicher liegen.

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Verschwindet ein Bio-Tattoo wieder von allein?

Der Begriff "Bio-Tattoo" ist eine bewusste und böswillige Irreführung. Ein "Bio-Tattoo" hat mit Bio so viel zu tun wie eine Tätowierung mit einem Abziehbild. Ein "Bio-Tattoo" ist einfach eine Tätowierung mit minderwertigen Farben, die im Laufe der Zeit etwas verblassen, aber nie verschwinden. Also... "Bio-Tatto" = reiner Unsinn!

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Warum sollte man sich ausschließlich in einer lasererfahrenen dermatologischen Facharztpraxis behandeln lassen?

Der Gesamtaspekt der Entfernung von Tätowierungen ist hochkompliziert und wird leider in den Printmedien, dem Internet und in Werbeanzeigen häufig bagatellisiert. Die Behandlung sollte aus verschiedenen Gründen nur unter der direkten Aufsicht von lasererfahrenen Fachärzten durchgeführt werden. Diese finden Sie z.B. bei der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (www.ddl.de). Die Gründe sind vielfältig. Das beginnt bei medizinischen, versicherungsrechtlichen und forensischen Fragen/Vorschriften. An erster Stelle muss die Vermeidung von Behandlungsfehlern und die Beherrschung von Nebenwirkungen, Begleitreaktionen sowie Allergien stehen. All dies setzt ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium, eine mehrjährige Facharztausbildung und die umfangreiche Erfahrung mit verschiedenen Lasersystemen voraus. Wichtig ist auch, dass in bestimmten Fällen aus ethischen und medizinischen Gründen von der Entfernung der Tätowierung durch den Laser abgeraten wird. Prof. Dr. Christian Raulin war u.a. in Planetopia, dem Wissenschaftsmagazin von Sat.1. Er wurde zu diesem Thema befragt. Zu dieser Thematik haben wir mehrere wissenschaftliche Publikationen verfasst und zahlreiche Fachvorträge gehalten. Dieses Thema liegt uns sehr am Herzen.

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An wen kann man sich bei Behandlungsfehlern wenden?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sie können sich gern direkt an uns, an die Task-Force der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (www.ddl.de) oder an einen Fachanwalt auf dem Gebiet Medizinrecht wenden. Unserem Kenntnisstand nach beschäftigt sich die Anwaltskanzlei Dr. Krieger und Partner in Freiburg intensiv mit dieser Materie.